Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Keine Veränderung

Daniel Schenk

Wir leben in einer Welt, die voller Veränderungen ist. Was gestern noch gültig war, ist morgen schon wieder überholt und die Entwicklung geht immer schneller, das kann uns Menschen beunruhigen. Wo sind sie noch, die bleibenden Werte, an denen man sich orientieren und auf die man sich verlassen kann. Gott sei dank gibt es sie noch und wir Gläubigen kennen sie.


Gott unser Vater

Jak.1.17: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.“

   Wie sind wir doch froh darüber, dass unser Himmlischer Vater nicht launisch ist. Bei Ihm wissen wir, woran wir sind. Gott ist konsequent, das sollten wir nie in Frage stellen. Der Teufel hat die Worte Gottes in Frage gestellt, indem er zu Eva sagte: „Sollte Gott gesagt haben?“ Auch Bileam hat das Reden Gottes nicht ernst genommen und gehofft, dass Er an einem anderen Tag eine andere Meinung habe. Auch wenn Gott ihm momentan seinen eigenen Willen gewährte, wurde diese Haltung ihm letztendlich doch zum Verhängnis.

   Die Tatsache, dass Gott nicht lügt und sich nicht irrt, gibt uns eine grosse Sicherheit. Die Schrift vergleicht das mit einem Anker für unsere Seele. Ein Anker gibt einem Schiff auch im bewegten Wasser einen sicheren Halt, so dass es nicht fortgespült und vom Wind herumgetrieben wird.

Hebr.6.18+19: „Damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott doch unmöglich lügen kann, einen starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen. Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele, der in das Innere des Vorhangs hineinreicht.“


Jesus Christus

Hebr.13.8: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“

   Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat die gleichen Eigenschaften wie Gott der Vater. Auch Er und damit auch Seine Worte sind unveränderlich. Was Er sagt, ist nicht heute Ja und morgen Nein. Auf das hat sich auch der Apostel Paulus verlassen und das hat er auch verkündigt und selbst praktiziert.

2.Kor 1,19: „Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist ein Ja geschehen.“


Das Wort Gottes

Wir begegnen Gott und Er begegnet uns in erster Linie in Seinem Wort, in der Bibel. Die Bibel hat göttliche Autorität und ist deshalb unveränderlich. (Joh.1.1+2)

1.Petr.1.25:  „Aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, das euch als Evangelium verkündigt worden ist.“ (Jes.40.8)

Matth.5.18: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“

   Gerade weil Gott treu ist, sollen wir am Bekenntnis der Hoffnung, die uns durch das Wort vermittelt wird, unwandelbar festhalten:

Hebr.10,23: „Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar festhalten – denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat.“


Die Prinzipien Gottes verändern sich nicht:

In der Schrift finden wir viele göttliche Prinzipien, eines davon ist das Verhältnis zwischen Sünde und Tod, sowie Gerechtigkeit und ewigem Leben:

Rö.6.16: „Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder Sklaven der Sünde zum Tod oder Sklaven des Gehorsams zur Gerechtigkeit?

Rö.6.23: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“

   Ein anderes Prinzip, das uns im Neuen Testament bezeugt wird und über das wir sehr glücklich sind, ist die Glaubensgerechtigkeit:

Rö.3.21-24: „Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.“

   Saat und Ernte ist ein weiteres Prinzip, das nicht nur im geistlichen Bereich, sondern in der gesamten Schöpfung seine Gültigkeit hat:

Gal.6.7+8: „Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“

(Auch 1.Kor.15.36-50).

   Auch die Voraussetzungen zum Frucht bringen werden uns von Jesus durch Beispiele aus der Schöpfung erklärt:

Joh.12.24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.“

Joh.15.4+5: „Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“

   Die Liste der göttlichen Prinzipien, oder die Schriftbeweise dafür, dass Gott und Sein Wort unveränderlich sind, liesse sich noch lange fortsetzten. Wir wollen Ehrfurcht haben vor den Aussagen der Schrift und sie nicht missachten. Wir dürfen sie aber nicht in einer gesetzlichen und sturen Weise anwenden, wie es die Pharisäer und Schriftgelehrten taten. Wegen ihrer sturen und menschlichen Auslegung der Schrift sind sie immer wieder mit Jesus zusammengestossen. Jesus hat sich an das Wort Gottes gehalten, er ist ja gekommen, um für uns das Gesetz zu erfüllen. Er hielt sich aber nicht an die durch die Schriftgelehrten aufgestellten Zusätze und Satzungen.

Die äussere Erscheinungsform des Reiches Gottes kann sich verändern:

Die äussere Erscheinungsform des Reiches Gottes kann sich verändern, ohne dass dabei unveränderliche göttliche Prinzipien übergangen werden.

  • Je nach Land und Kultur: Wenn wir einen Gottesdienst in der Schweiz, in Rumänien, in Asien oder in Amerika besuchen, dann wird grosse Übereinstimmung sein. Man wird Gott anbeten und vielerorts auch Gaben betätigen, man wird Lieder singen und man wird das Wort verkündigen. Doch die Art, wie man betet, wie man Lieder singt und mit welcher Musik man sie begleitet, ob man dabei sitzt, steht oder hüpft, das wird sehr verschieden sein. Sogar wie man sich kleidet und was man für anständig oder schicklich hält, kann in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich sein.
  • Je nach Epoche: Früher dauerte eine Epoche ca. 300 Jahre, meines Wissens sind es heutzutage nur noch 20 Jahre. In jeder Epoche haben die Menschen eine andere Denkweise, aber auch Stilrichtung, Kunst und Musik sind davon betroffen. Wir leben in der „Postmoderne“ und da ist es schon schwierig, sich zwischen zwei Generationen zu verstehen. Dazu kommt noch die enorme Veränderung in der Technik, besonders im Bereich Kommunikation sowie die Globalisierung. Von diesen Dingen sind wir Menschen je nach Alter, Tätigkeit etc. unterschiedlich betroffen und geprägt. Früher hiess es: „Weisheit ist bei den Alten“, heute muss man in gewissen Bereichen die Jungen, oft sogar die ganz Jungen fragen.


Ein Spannungsfeld

Wir leben in einem Spannungsfeld zwischen dem was unveränderlich und dem was veränderlich ist. Dieses Spannungsfeld erleben wir sowohl in den Gemeinden als auch in den Familien. Wir brauchen Weisheit und Gnade, damit wir in jeder Sache das Gleichgewicht finden und nicht in Traditionen, Gesetzlichkeiten und extreme Ansichten verfallen. Wir wollen Veränderungen bejahen, aber nicht in Bereichen, in denen das unveränderliche Wort Gottes keine Veränderungen zulässt.


Wie damit umgehen?

Als Joseph in Ägypten war, hat sich an seiner Berufung und Beziehung zu Gott nichts verändert. Äusserlich aber sah er aus wie ein Ägypter und nicht mehr wie ein Hebräer und seine Brüder konnten ihn so nicht erkennen. Wir müssen unterscheiden zwischen den unveränderlichen Prinzipien Gottes und zwischen der Anwendung dieser Prinzipien. Dabei wollen wir auch aufeinander Rücksicht nehmen. Paulus ermahnte die Korinther in

1.Kor.10.32: „Seid unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für die Gemeinde Gottes.“

   Auch wenn wir uns in vielen Dingen unserer Zeit anpassen, indem wir Autos besitzen, die modernen Kommunikationsmittel benutzen etc., wollen wir doch wachsam sein in Bezug auf Dinge, über welche die Bibel ganz klare Aussagen macht. Ein solches Prinzip ist z.B. die Ehe, diese wird in unserer Epoche nicht mehr ernst genommen und viele leben einfach auf Zeit mit einem Lebenspartner zusammen. In diesem Bereich darf es in der Gemeinde nicht gleich aussehen wie in der übrigen Gesellschaft. Andere Punkte sind unsere Einstellung gegenüber Schwangerschaftsabbruch, Suchtmitteln etc. Auch wenn gewisse Dinge vor weltlichen Gesetzen legalisiert werden, für uns gelten die Aussagen der Schrift.

   Lasst uns viel für die Leiterschaft der Gemeinden beten, damit der Herr ihnen die Weisheit und auch den Mut schenkt, die unveränderlichen Richtlinien des Wortes zu respektieren und anzuwenden.

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