Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Sicherheit in Christus

Daniel Schenk

Eine Wortbetrachtung zu 2. Kor.1.21+22

Der uns aber mit euch festigt in Christus und uns gesalbt hat, ist Gott,  der uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben hat.  

   In diesen zwei Versen sehen wir eine vierfache Sicherheit für die Gläubigen, dass sie das Ziel erreichen werden. Wenn wir daran denken, wie der Teufel versucht, uns Hindernisse in den Weg zu  legen und uns von der Nachfolge abzubringen, dann sind wir dankbar für solche Zusagen der Schrift. Von Gott aus sind die Voraussetzungen geschaffen, dass wir das Ziel erreichen können ohne im Glauben Schiffbruch zu erleiden. Wenn trotzdem manche scheitern, dann liegt die Schuld nicht bei Gott. Auch dem Teufel können wir dafür nicht die Schuld geben, denn wir haben ja die geistliche Waffenrüstung erhalten, um ihm widerstehen zu können. Es liegt am Menschen, der seinem Fleisch zu viel Raum lässt und seine Berufung und Erwählung nicht festhält.

   Wir wollen diese vier göttlichen Sicherheiten kurz betrachten in der Reihenfolge, wie sie im oben aufgeführten Text aufgezählt sind:

Befestigt

Gemäss Sprachschlüssel der Elberfelder Studienbibel hat das griechische Wort „bebaioö“  die Bedeutung von fest, verlässlich machen, so dass es Sicherheit garantiert und Vertrauen einflösst; stärken, wahrmachen, erfüllen. Im obigen Textwort hat es die Bedeutung, dass jemandes Rettung festgemacht und er im Stande der Gnade befestigt wird. Soweit die Erklärung in der Elberfelder Studienbibel.

   Laut diesem Schriftwort ist es Gott selbst, der uns in Christus festigt. Er sorgt dafür, dass wir im Glauben gestärkt und gegründet werden. Er schafft die Voraussetzungen dazu, dass wir bis zum Ziel bewahrt werden können. Natürlich liegt es dann an uns, dass wir diese Möglichkeiten ergreifen, indem wir die Bibel lesen, Gemeinschaft mit Gott und den Geschwistern pflegen, den Glaubenskampf führen und unter der Leitung des Heiligen Geistes leben. Wenn wir das tun, dann haben wir in diesem Wort eine göttliche Garantie, dass wir nicht vom Weg abkommen werden. Wie dankbar sind wir doch für solche Zusagen Gottes. Wir alle brauchen diese göttliche Befestigung. Oder sind wir etwa in uns selbst stark genug, so dass wir sagen können: Ich schaffe es schon? Wohl kaum, denn sogar ein Mann des Glaubens wie der Apostel Paulus schreibt in: 

  1. Tim.1.12: Denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren.

   Paulus glaubt das nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Philipper und somit für alle Gläubigen. Das bezeugt er in:

Phil.1.6: Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.

   Ich führe noch weitere Schriftstellen an, in denen von dieser Festigung die Rede ist:

  1. Kor.1.8 Der euch auch festigen wird bis ans Ende, so dass ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus.
  1. Kor.1.6 Wie denn das Zeugnis des Christus unter euch gefestigt worden ist.

Kol.2.7 Gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung!  

Hebr.13.9 Lasst euch nicht fortreißen durch verschiedenartige und fremde Lehren! Denn es ist gut, dass das Herz durch Gnade gefestigt wird.

Gesalbt

Salbung hat den Zweck, jemanden zu heiligen, zu beauftragen und zu bevollmächtigen. Im Alten Bund wurden Könige (1.Sam.10.1), Priester (2.Mo.28.41) und auch Propheten (1.Kö.19.16) gesalbt. Diese Salbung mit Öl war die göttliche Bestätigung und Bevollmächtigung für ihren Dienst und ihre Aufgabe.

   Jesus wird der Gesalbte genannt. Er wurde nicht mit Öl, sondern mit dem Heiligen Geist gesalbt und damit für seinen Dienst ausgerüstet.

Luk.4.18: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat.

Apg.10.38: Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

   Gott hat auch uns gesalbt! Halleluja!   So sagt unser Textwort in 2.Kor.1.21: 

Der uns mit euch … gesalbt hat, das ist Gott.

   Ist das nicht grossartig, eine solche Verheissung annehmen und glauben zu dürfen? Und zwar hat er uns in derselben Weise gesalbt wie seinen Sohn Jesus Christus und die Apostel, nämlich mit dem Heiligen Geist.

   Durch diese Salbung werden wir belehrt und zum Dienst befähigt:

1.Joh.2.27: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist es auch wahr und keine Lüge. Und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in ihm!  

Apg.1.8: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Versiegelt 

Das Siegel wurde von jeher dazu verwendet, um eine Sache zu bestätigen, glaubhaft zu machen oder auch zu schützen. So haben Könige ihre Briefe mit ihrem Siegel versehen um sie damit zu beglaubigen und vor Fälschungen zu schützen.

   Auch heute noch werden Dinge versiegelt, um sie damit vor dem Zugriff von Unbefugten zu schützen. Wenn Gott uns mit seinem Heiligen Geist versiegelt hat, dann bedeutet das für uns Sicherheit und Schutz von höchster Stelle.

   Im Sprachschlüssel der Elberfelder Studienbibel steht sinngemäss folgende Anmerkung zu den nachfolgend aufgeführten Textstellen: „Die Versiegelung mit dem Heiligen Geist ist Eigentums- und Erkennungszeichen der Glaubenden.“

  1. Kor.1.22: Gott … der uns auch versiegelt … hat. 

Eph.1.13:  In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.   

Eph.4.30: Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!

   In beiden Textstellen im Epheserbrief, in denen die Versiegelung erwähnt wird, steht sie im Zusammenhang mit dem Tag der Erlösung, der Entrückung. Wir werden aufgefordert, den Heiligen Geist nicht zu betrüben oder zu dämpfen. Vielmehr sollen wir darauf bedacht sein, voll Geistes zu sein. Was wir dazu beitragen können, lesen wir in Eph.5.18-20. Nämlich Gott singen in Psalmen, Lobgesängen  und geistlichen Liedern, sowie dem Herrn in unseren Herzen singen und spielen und allezeit dem Vater Dank sagen im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Wie viel schöner und segensreicher könnte doch unser Leben sein, wenn wir diese einfache Anweisung allezeit befolgen würden.

 

Das Unterpfand des Geistes  

Es ist wunderbar, mit dem Heiligen Geist gesalbt und versiegelt zu sein. Doch im Vergleich zu dem, was der Herr noch für uns bereithält, ist es nur ein Unterpfand oder Angeld. Wir wollen darauf achten, dieses Angeld nicht zu verlieren, damit wir bei der Ankunft des Herrn nicht beschämt dastehen werden (1.Joh.2.28).

   In den nachstehenden drei Versen ist im Zusammenhang mit unserem Erbe das „Unterpfand“ erwähnt. Es geht klar hervor, dass hier vom Heiligen Geist oder von der Salbung die Rede ist. Dieses Pfand müssen wir haben, wenn wir unser Erbe antreten werden. Mit ihm ausgerüstet sind wir bereit für die Entrückung.

  1. Kor.1.21+22: Der uns aber mit euch festigt in Christus und uns gesalbt hat, ist Gott der uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben hat.
  1. Kor.5.5: Der uns aber eben hierzu (Leibesverwandlung) bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat. 

Eph.1.14  Der (Heilige Geist) ist das *Unterpfand unseres Erbes auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.  (*Die Anzahlung auf unser Erbe)

   Was bedeutet „Unterpfand“, griechisch „arrabön“? Dazu zitiere ich ein paar Zeilen aus dem Sprachschlüssel der „Elberfelder Studienbibel“, es bedeutet:

Angeld, Pfand; ein Wort, das die Griechen, Römer und Ägypter von den Phöniziern übernahmen. Es bezeichnet etwas, das für einen Teil des Preises gilt und im Voraus bezahlt wird, um das Geschäft zu bestätigen und abzusichern. Im NT wird es in übertragener Bedeutung für den Heiligen Geist gebraucht, den Gott den Glaubenden in diesem gegenwärtigen Leben schon gegeben hat, um sie des zukünftigen und ewigen Lebens zu versichern. (Ende Zitat).

   Es ist unser aller höchstes Ziel, am Tage der Entrückung bereit zu sein. Wir wissen aber, dass wir in uns selbst die Voraussetzungen nicht haben. Dazu leben wir in einer Welt, die voll ist von Versuchungen. Auch haben wir noch Fleisch und Blut und sind deshalb anfechtbar. Mancherlei Begierden, aber auch Sorgen können uns begegnen und belasten. Gott weiss das, deshalb hat er uns einen starken Helfer zur Seite gestellt und mit auf den Weg gegeben. Es ist der Heilige Geist, durch ihn haben wir die oben erwähnte vierfache Sicherheit. Nämlich: Befestigung, Salbung, Versiegelung und das Unterpfand des Geistes. Wenn wir uns von ihm leiten lassen, dann können auch wir mit Paulus zuversichtlich sagen:

Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu. Phil.1.6

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