Totenauferstehung
Daniel Schenk
Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus verlassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Lehre …über Totenauferstehung.. Hebr.6.1+2
Auf dieses Thema könnte man sehr tief eingehen, dies würde aber den Rahmen und den Sinn dieses Beitrages sprengen. Es sollen also ein paar grundsätzliche Wahrheiten über die Auferstehung festgehalten werden.
1. Totenauferstehung (zum Leben erwecken) von Verstorbenen zurück in einen sterblichen Leib.
Solche Totenauferstehungen werden uns in der Schrift bezeugt und ereignen sich auch noch in der jetzigen Zeit. Bruder Ray Jennings hat uns vier Fälle von Toten Auferweckung erzählt, die er während seinem Dienst erlebt hat. Die Bibel redet von folgenden Totenauferweckungen:
- Sohn der Witwe aus Zarpa (Elia) 1.Kö. 17.17‑24
- Sohn der Schunemiterin (Elisa) Kö. 4.20‑37
- Der Mann im Grab von Elisa Kö. 13.21
- Sohn der Witwe von Nain (Jesus) Lukas 7.1‑16
- Tochter des Jairus (Jesus) Matth.9.23‑26
- Lazarus (Jesus) 11.11‑44
- Tabea (Petrus) 9.36‑42
- Eutychus (Paulus) 20.9-12
Diese Liste liesse sich bis in die heutige Zeit fortsetzen und es währen wohl viele Tausende, an denen sich die Kraft Gottes in dieser Weise offenbart hat. Dies ist aber noch nicht die Auferstehung zum ewigen Leben, sondern es handelt sich um eine besondere Kraftoffenbarung Gottes, wie dies auch bei Krankenheilungen der Fall ist. Solche Dinge tut Gott, damit wir glauben, oder glauben lernen wie es Jesus in Joh. 11.15 und 42 ausdrückt.
2. Auferstehung zum ewigen Leben:
In Joh.5.28+29 sagt Jesus etwas ganz grundsätzliches Über diese Auferstehung: ...“Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.“
Aus Johannes 11.24 sehen wir, dass Martha über die Auferstehung Bescheid wusste. Sie sagte zu Jesus mit Bezug auf Lazarus: „Ich weiss, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten (jüngsten) Tage.“ Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Damit hat er angedeutet, dass in Seiner Gemeinschaft Tod und Totenreich besiegt sind und dass es in Ihm eine frühere Auferstehung gibt. Diese Seine Vollmacht hat Er dann mit der Auferweckung von Lazarus bestätigt. Die Voraussetzung für die Auferstehung vor dem „Jüngsten Tag“ liegt in einem Leben in der Gemeinschaft mit dem, der selbst die Auferstehung und das Leben ist.
In 1.Kor.15 gibt Paulus klare Belehrung über die Auferstehung. In den Versen 3‑8 sind Zeugen der Auferstehung Jesu Christi aufgezählt. Gemäss den Versen 12‑19 war innerhalb der Gemeinde die Lehre aufgekommen, dass es keine Auferstehung gebe. Wenn es aber keine Auferstehung gibt, dann ist unser Glaube wertlos (Verse 13‑19). Paulus wiedersetzt sich dieser Lehre und bezeugt in den Versen 20+21 feierlich „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden.“ Gemäss Rö.6.4 wurde Er durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckt. Ab 1.Kor.15.23 lesen wir, dass es bei der Auferstehung verschiedene Ordnungen oder Abteilungen gibt.
- a) Bei der Entrückung der Gemeinde werden die in Christus Entschlafenen zuerst auferstehen und wir werden verwandelt werden. Dann werden wir zusammen in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft entrückt werden (1.Thess.4.16+17; 1.Ko.15.51+52).
- b) In Offenb.20.4‑6 sehen wir eine weitere Abteilung. Hier muss es sich um Gläubige der Endzeit handeln, denn sie haben ja überwunden mit Bezug auf das Mahlzeichen des Tieres, also in der Zeit der grossen Drangsal. Diese werden zu Beginn des „1000Jährigen Reiches“ auferweckt und werden herrschen mit dem Christus tausend Jahre.
- c) Die letzte Abteilung ist die allgemeine Auferstehung zum Endgericht am „letzten oder jüngsten Tage.“ Darauf bezieht sich 1.Ko.15.24‑26 und nennt diese Zeit „das Ende“. Nach Offenb. 20.12‑15 erscheinen dort alle Toten vor dem grossen weissen Thron. Wer dort im Buche des Lebens nicht gefunden wird, wird gerichtet nach dem was in den Büchern über ihn steht. Dieser Schuldbrief wird nur getilgt durch den Glauben an das Opfer vom Kreuz von Golgatha (2.14).
Wie wird der Auferstehungsleib sein?
- Kor.15.35: „Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie?“
In Phil.3.21 steht: „der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichgestalt mit Seinem Leib der Herrlichkeit“.
Dieses gleichgestaltet sein wird auch bezeugt in Rö.6.5; 8.29; Kol.3.4 und 1.Joh.3.2.
So wie es verschiedene Auferstehungen gibt, gibt es auch verschiedene Stufen von Herrlichkeit bei den Geretteten oder auch Schmach bei den Verlorenen. 1. Ko.15.35‑41 redet von diesen Unterschieden in der Auferstehung. Die Verse 38 sowie 42‑44 weisen auf den Zusammenhang zwischen Aussaat und Auferstehung hin. Jeder Mensch tut in seinem Leben eine Aussaat und nach Gal.6.7 wird jeder das ernten, was er selbst gesät hat. Wer in Ungehorsam und Sünde lebt, für den gibt es nur ein angstvolles Warten auf das Gericht und der Gedanke an die Auferstehung ist ihm peinlich. Deshalb glauben heute so viele Menschen lieber an die Reinkarnation (Wiederverkörperung) und hoffen, dass sie das Versäumte in einem späteren Leben nachholen können. Die Schrift aber sagt klar, dass es dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht (Hebr.9.27).
(März 1992)