Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Vorbilder und Nachahmer

Daniel Schenk


Vorbilder in der Bibel

Die Bibel zeigt uns viele Vorbilder, sowohl gute als auch schlechte. Paulus sagt uns, warum in der Schrift nicht nur die guten, sondern auch die schlechten Vorbilder aufgeschrieben wurden. Wir sollen daraus lernen, es mit der Nachfolge des Herrn ernst zu nehmen. Die folgenden Schriftstellen sagen aus, dass es für uns zur Warnung und zur Ermahnung dient.

1.Kor.10.6: Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren.

1.Kor.10.11: Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.  


Schlechte Vorbilder aus dem AT:

Dabei denken wir schon an Adam und Eva, die durch ihren Ungehorsam dem Teufel die Macht und die Herrschaft über die Menschen und dadurch über die Schöpfung abtraten.

   Auch Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte, wird als schlechtes Vorbild dargestellt.

   Weiter denke ich an Saul, der nach einer wunderbaren Berufung wegen Ungehorsam sein Königtum verloren hat.

   Auch Salomo fiel in den späteren Jahren seines Lebens vom Herrn ab und betrieb Götzendienst.

   Ich denke aber auch an die Reihe der Könige Judas und Israels, die Gott durch ihren Götzendienst erzürnten.

   Als schlechtes Beispiel wird uns auch der Prophet Bileam gezeigt, er liebte das Geld und verlor später sein Leben.


Gute Vorbilder aus dem AT:

Die Bibel zeigt uns sehr viele gute Vorbilder aus der Zeit des alten Testamentes. 

   Ganz besonders erwähnt sind die Propheten. Diese hatten oft keinen leichten Stand und haben die Botschaften, die sie von Gott für Israel bekommen haben, trotz Wiederstand treu verkündigt.

Jak.5.10:  Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben!

   

Auch die in Hebr.11 aufgezählten Glaubenshelden sind uns als Vorbilder gegeben.

Hebr.12.1+2: Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

   

Ein leuchtendes Beispiel und Vorbild im Glauben ist Abraham.

Jes.5.2: Blickt hin auf Abraham, euren Vater!

   Er wird in der Bibel immer wieder erwähnt, auch im neuen Testament und er wird als der Vater aller Gläubigen bezeichnet. 

   Weitere Menschen, die uns als gute Vorbilder dienen, sind Mose, Joseph, Gideon, Esther, Daniel, David. Aber auch einige Könige Israels haben vorbildlich gehandelt, so dass wir aus ihrem Verhalten lernen können.


Schlechte Vorbilder aus dem NT:

Auch im NT sind einige Menschen erwähnt, die wir nicht nachahmen sollen.

   Johannes tadelt das Verhalten des Diotrephes und schreibt dem Gajus folgendes:

  1. Joh.11: Geliebter, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute!

 

      Judas durfte drei Jahre mit Jesus wandeln, er hat all die Zeichen und Wunder gesehen und die Lehre von Jesus gehört. Trotzdem duldete er die Sünde in seinem Leben und das wurde ihm zum Verhängnis.

   Paulus schreibt in 2.Tim.4.9+10 von Demas, dass er ihn verlassen und die Welt liebgewonnen hat.

   Auch vor Alexander, der dem Paulus viel Böses erwiesen und den er laut 1.Tim,1.20 zusammen mit Hymenäus dem Satan übergeben hat, warnt er den Timotheus in 2.Tim.4.14+15.


Gute Vorbilder aus dem NT: 

Jesus

Jesus selbst ist das leuchtendste Vorbild, das uns die Schrift zeigt. Als er auf diese Erde kam, hat er nicht nur eine Lehre gebracht, sondern er hat ein gottwohlgefälliges Leben gelebt und uns die Liebe Gottes gezeigt. Petrus redet davon, dass Jesus „Fussspuren“ hinterlassen hat, denen wir folgen können. Wenn wir seinen „Fussspuren“ folgen, kommen wir an den Ort, wo er selber ist.

  1. Petr.2.21: Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel (Vorbild) hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt.

    Auch weitere Bibelworte stellen uns Jesus als Vorbild hin:

Eph.5.2: Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.

Phil.2.5: Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war.   

 

Die Apostel

Paulus nimmt seinerseits Jesus als Vorbild, deshalb kann er auch die Geschwister aufrufen, ihn als Vorbild zu nehmen.

  1. Kor.11.1: Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi Nachahmer bin!

   Die Apostel haben das Evangelium

nicht nur als eine Lehre verkündigt. Sie haben als Vorbilder unter den Menschen gelebt. Einige Schriftstellen reden davon:

  1. Thess.3.7: Denn ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt.
  1. Thess.3.9: Damit wir uns euch zum Vorbild gäben, damit ihr uns nachahmt.

1.Tim.1.16: Aber darum ist mir Barmherzigkeit zuteil geworden, … zum Vorbild für die, welche an ihn glauben werden zum ewigen Leben

Phil.3.17:  Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt! 


Hirten und  Älteste:

Die Schrift stellt hohe Anforderungen an Hirten und Älteste, diese sind in 1.Tim.3.-13 und in Tit.1.5-9 aufgezählt. Eine weitere Anforderung, die sowohl Paulus als auch Petrus erwähnt ist, ein Vorbild zu sein.

  1. Tim.4.12: Niemand verachte deine Jugend, vielmehr sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit!

Tit.2.7: Indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst!

1.Petr.5.3: (Älteste) Nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet!  


Alle Gläubigen:

Wir alle sind aufgerufen, Vorbilder zu sein an dem Platz, an den Gott uns hingestellt hat. Von den Thessalonichern lesen wir folgendes:

  1. Thess.1.7: So dass ihr allen Gläubigen in Mazedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid.

   Das ist ein schönes Zeugnis, das der Apostel Paulus dieser Gemeinde ausstellen kann.  Auch wir wollen darauf bedacht sein, Vorbilder zu sein. Dazu gibt es viele Gelegenheiten.

  • Leiter gegenüber denen, für die sie eine Verantwortung haben.
  • Eltern gegenüber den Kindern.
  • Die älteren Kinder gegenüber ihren jüngeren Geschwistern. Ich habe beobachtet, wie wichtig es ist, wenn in einer Familie die ältesten Kinder dem Herrn nachfolgen, dass es dann für die jüngeren viel einfacher ist, auch den Weg zu gehen.
  • Lehrer gegenüber den Schülern
  • Vorgesetzte gegenüber den Mitarbeitern
  • Aber ganz allgemein als Gläubige gegenüber unseren Mitmenschen.


Vorbild in Wort und Wandel:

Wir haben bereits gelesen, dass Jesus nicht nur eine Lehre gebracht hat, sondern dass er „Fussspuren“ hinterlassen hat. Das ist sein Wandel, das was er tat. Lukas erwähnt beide Bereiche, das was Jesus tat und was er lehrte:

Apg.1.1: Den ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilus, von allem, was Jesus angefangen hat, zu tun und auch zu lehren.

   Paulus ruft Timotheus auf, ein Vorbild zu sein im Wort und im Wandel. Wenn der Wandel nicht stimmt, wird das früher oder später offenbar und die Worte sind dann nicht mehr glaubwürdig.

  1. Tim.4.12-15 Sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit! …… Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen!
  1. Tim.3.10: Du aber bist meiner Lehre gefolgt, meinem Lebenswandel…

   Auch Titus wird aufgerufen, sich sowohl in den Werken als auch im Wort als ein Vorbild darzustellen:

Titus 2.7:   Indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst! In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst, gesunde, unanfechtbare Rede.


Was haben wir für Vorbilder in unserem Umfeld?

Wir wollen einmal darüber nachdenken, welche Menschen Gott uns als Vorbilder auf den Weg gestellt hat. Wir wollen für diese Menschen beten, dass sie bewahrt bleiben.

   Vielleicht sind uns auch schon Menschen begegnet, deren Lebenswandel wir nicht zum Vorbild nehmen wollen. Es kann sein, dass ihre Worte gut waren, aber wenn das Leben nicht übereinstimmt, wollen wir es nicht nachahmen.


Nachahmer:

Wir werden uns nicht damit entschuldigen können, dass wir keine guten Vorbilder gehabt hätten. Sollten wir tatsächlich in unserem Umfeld nie ein gutes Vorbild gehabt  haben, was ich kaum glaube, so haben wir doch genügend Vorbilder in der Bibel, die wir nachahmen können.

   Die höchste Anforderung stellt wohl die Stelle in Eph.5.1, indem sie uns dazu aufruft, Nachahmer Gottes zu sein.

Eph.5.1: Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! 

   Paulus war ein Nachahmer von Jesus Christus, deshalb konnte er die Geschwister dazu aufrufen, ihn nachzuahmen.

  1. Kor.4.16: Ich bitte euch nun, seid meine Nachahmer!
  1. Kor.11.1: Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi Nachahmer bin!

Phil.3.17: Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt!  

  1. Thess.1.6: Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt.
  1. Thess.2.14: Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus.

    Weil die Thessalonicher die richtigen Vorbilder nachahmten, waren sie ihrerseits Vorbilder für alle Gläubigen. 1.Thess.1.7.

Hebr.13.7: Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und ahmt ihren Glauben nach!

   Vielleicht haben unsere Führer auch Fehler gemacht, diese brauchen wir nicht nachzuahmen, sondern den Glauben, den sie hatten.

 

Dinge, die  wir nachahmen sollen:

  • Den Glauben
  • Den Wandel, wenn er den Massstäben der Bibel entspricht.
  • Den Eifer und die Hingabe
  • Die Leidensbereitschaft
  • Die Liebe

Für mich und alle Leser wünsche ich das, was das nachstehende Bibelwort sagt:

Hebr.6.12: Damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben.

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