Widersteht dem Teufel
Daniel Schenk
Jak.4.7: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen.“
Die Bibel redet viel von der Existenz des Teufels (31x), sie nennt ihn auch Satan (44x), Versucher (2x), Feind (11x), Widersacher (1x), der Böse (9x), Fürst der Welt (5x), Gott dieser Welt (1x), Drache (12x), Schlange (10x), Belial (1x) und Beelzebub (7x). Von den total 134 Stellen stehen 120 im Neuen Testament. Dazu kommen noch sehr viele Schriftstellen, die von „bösen Geistern“ und von „Dämonen“ reden. Der Teufel wird auch „Vater der Lüge“, „Ankläger der Brüder“ und „Verleumder“ genannt, er ist der Oberste der bösen Geister. Das Thema ist also absolut aktuell, auch für uns Gläubige im Neuen Bund, denn die Schrift redet von besonderen dämonischen Aktivitäten in der Endzeit und dass der Teufel grosse Wut hat, weil seine Zeit bald abgelaufen ist. Sie lässt uns auch nicht im Unklaren darüber, dass wir als Gläubige in einem Kampf stehen und dass wir von bösen, geistlichen Mächten angegriffen werden (Eph.6.12). Der Teufel trat sogar an Jesus heran und versuchte ihn, er wird es auch bei uns tun, es sei denn, dass wir geistlich tot sind und für ihn keine Gefahr bedeuten, dann lässt er uns in Ruhe.
Was sind die „Werke des Teufels“?
Die Werke des Teufels sind schon aus den Namen ersichtlich, die ihm die Bibel gibt. Das griechische Wort für Teufel ist „Diabolos“, das bedeutet „Durcheinanderwerfer“, es bezeichnet jemand, der in böser Absicht anklagt und entzweit ohne jeden Grund. Satan (griech. „satanas“) kommt von Hebr. „satan“ und bezeichnet den Obersten der bösen Geister und bedeutet Gegner oder Widersacher. (Sprachschlüssel zu Studienbibel). Auch seine weiteren Namen, die im ersten Abschnitt aufgeführt sind, bezeichnen seine Eigenschaften und sein Tun. Er ist ferner ein Menschenmörder und Lügner und ein Vater der Lüge, so sagte es Jesus in Joh.8.44: „Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
Er ist sehr böse und auch der Ursprung alles Bösen, er stiftet Unfriede und klagt an. 1. Joh.3.8 sagt, dass er von Anfang an sündigt. Er tarnt sein böses Tun, indem er sich der Situation anpasst und sich verwandelt, wenn es sein muss, erscheint er sogar als ein Engel des Lichts (2.Kor.11.14). In Joh.10.10 bezeichnet Jesus ihn als einen Dieb, der nur kommt um zu stehlen, zu schlachten und zu verderben. Gerade diese Aussage von Jesus zeigt uns, wie gefährlich und böse er ist und wir sehr wir wachsam sein müssen. Stehlen, schlachten (töten) und verderben, das geschieht, wenn wir dem Teufel Raum lassen. Deshalb sagt Paulus in
Eph.4.27: „Gebt dem Teufel keinen Raum“!
Wir wissen, dass Jesus ihm die Macht genommen hat. Eph.6.11 redet aber von „Listen“ des Teufels, gegen die wir bestehen sollen. In 1.Tim.3.7 und 2.Tim.2.26 lesen wir von „Fallstricken“ (Fallen) des Teufels und von solchen Brüdern, die bereits in diese Fallen geraten sind und denen wir wieder heraushelfen sollen, denn er hat sie gefangen um seinen Willen zu tun, und dies bedeutet verleumden, lügen und entzweien. Aus diesem Wort ist ersichtlich, dass der Teufel uns nicht nur vom Glauben abhalten will, sondern er möchte uns für seine Werke missbrauchen. Um in der Gemeinde Schaden anzurichten, benutzt er womöglich Menschen, die schon in der Gemeinde sind. Er ist ferner ein Verkläger oder Ankläger. Erst verführt er die Menschen und dann klagt er sie an und sagt ihnen, dass nun keine Gnade mehr sei. Der Heilige Geist überführt von Sünde, der Teufel aber klagt an. Er versucht auch immer, das Wort Gottes aus den Herzen wegzunehmen oder durch verschiedene Umstände wie Sorgen, Reichtum etc. zu ersticken, damit es nicht Frucht bringen kann. Auch wird er versuchen, Unkraut unter den Weizen zu säen und so uns und dem Reich Gottes zu schaden. Jesus hat von diesen Dingen geredet in folgenden Schriftstellen:
Matth.13.22: „Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.“
Mark.4.15: „Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hinein gesät worden ist.“
Matth.13.25: „Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg.“
Wir müssen sehr wachsam sein, wenn wir das Wort hören oder lesen, dass es dem Feind nicht gelingt, uns dieses zu rauben oder zu ersticken. Wie oft ist es ihm doch schon gelungen und wie viel geistlicher Schaden ist doch schon dadurch entstanden, dass wir nicht wachsam waren.
Woran erkennen wir den Teufel?
Um nicht verführt und irregeleitet zu werden ist es wichtig, dass wir den Feind erkennen und entlarven. Wir können ihn an all den genannten negativen Eigenschaften und Tätigkeiten erkennen. Nach der Sichtbarkeit kann er sich oft sehr gut tarnen und verstellen. Wir müssen auf die Stimme hören, dann merken wir, ob es der Herr ist oder der Feind. Jesus hat darüber klar gelehrt in:
Joh.10.4+5: „Wenn er (der gute Hirte) die eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.“
Die Schafe orientieren sich nicht am Kleid oder am äusseren Aussehen des Hirten, sonders sie kennen ihn an der Stimme. So soll es auch bei uns sein, das ist der beste Schutz vor jeglicher Täuschung. Von dem in der Endzeit auftretenden „Falschen Propheten“ lesen wir in Off.13.11: „Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie ein Drache.“ Wer nicht gelernt hat, auf die Stimme des Hirten zu hören, wird der Verführung dieses Tieres anheimfallen, denn es sieht aus wie ein Lamm. Deshalb wollen wir Wert legen auf gesunde Lehre, auf das Lesen des Wortes und wollen in jeder Lage daran festhalten. Welche Wirkung das hat, sehen wir aus dem Sendschreiben an Philadelphia in Off.3.10: „Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erden wohnen.
Wie können wir dem Teufel widerstehen?
Das Wort Gottes reden. Das grösste Beispiel, wie man dem Teufel widerstehen kann, sehen wir in Matth.4.1-11 in der Erzählung von der Versuchung Jesu in der Wüste. Bei all diesen Versuchungen, ob sie nun menschliche Bedürfnisse, Ehre, geistliche oder irdische Macht, Reichtum und Herrlichkeit betrafen, hatte Jesus nur eine Antwort: „Es steht geschrieben!“ So hat er dem Teufel widerstanden und er wich von ihm. Der Heilige Geist wird uns in der Versuchung zu Hilfe kommen und uns an die richtigen Worte erinnern und diese werden auch bei uns die gleiche Wirkung haben, nämlich den Feind überwinden. So finden wir es auch bestätigt in Off.12.11: „Und sie haben ihn (den Verkläger unserer Brüder) überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!“ Wenn wir Worte Gottes aussprechen, auch wenn wir uns dabei schwach fühlen, dann ist unsere Autorität grösser als die des Feindes. Er kann uns nur manipulieren, wenn er Unglaube in unsere Herzen und Aussprüche säen kann.
Die Waffenrüstung anziehen. In Eph.6.10-18 haben wir klare Anweisung, wie wir gegen die Listen des Teufels bestehen können. Vers 11 sagt: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!“ Auch Vers 13 sagt sinngemäss dasselbe und in Vers 12 werden wir daran erinnert, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt. Die Waffenrüstung sieht wir folgt aus: Gurt der Wahrheit, Brustpanzer der Gerechtigkeit, Schuhe der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes (das Wort Gottes), Gebet und Flehen, Beten im Geist (Zungengebet). Wir wollen unsere Ausrüstung überprüfen, ob wir alles angezogen haben. Viele wollen diese Waffenrüstung erst am „bösen Tag“ anziehen und dann werden sie vom Feind überrumpelt. Die Bibel vergleicht unsere Stellung mit der eines wachhabenden Soldaten, auch er muss seine Waffenrüstung ständig anhaben.
In Demut sich Gott unterordnen.
Sowohl Petrus wie auch Jakobus fordern die Gläubigen dazu auf, dem Teufel zu widerstehen und nennen auch die Voraussetzungen dazu. Beide Apostel zitieren vorab das gleiche Schriftwort aus Sprüche 3.34: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“. Es ist klar, dass wir dem Teufel nicht widerstehen können, wenn wir selbst in einer Position sind, in der uns Gott widersteht. Die erste Voraussetzung ist also Demut, das finden wir in starkem Masse auch bei Jesus. Im Weiteren heisst es: „Unterordnet euch Gott“. Nur wer sich Gott unterordnet hat auch Autorität über den Feind. „Die Sorgen auf den Herrn werfen“ ist ein weiterer und sehr wichtiger Punkt, denn Sorgen kommen von Feind und geben ihm eine Handhabe. Die Ermahnung von Petrus: „Seid nüchtern und wacht“, steht auch in diesem Zusammenhang, dass wir dem Teufel widerstehen können und sollen. Ich möchte die beiden wichtigen Aussagen von Petrus und Jakobus zu diesem Thema zum Abschluss noch wörtlich zitieren:
Jak.4.7: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“
1.Petr.5.6-9: „Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben!“
(Okt. 2000)