Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Geistesgaben 2: Wort der Erkenntnis

Daniel Schenk

 

1.Kor.12.8: „Einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist.“

  Paulus selbst hat mit dieser Gabe gedient, wenn er in die Gemeinden kam und reihte sie ein zu Offenbarung, Weissagung und Lehre, so schreibt er es in:

1.Kor.14.6: „Jetzt aber, Brüder, was werde ich euch nützen, wenn ich zu euch komme und in Sprachen rede, was werde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch rede in Offenbarung oder in Erkenntnis oder in Weissagung oder in Lehre?“

  Durch die Gabe der Erkenntnisrede werden verborgene Dinge angezeigt, nicht um Menschen blosszustellen, sondern um zu helfen. Der Heilige Geist zeigt durch diese Gabe zum Beispiel an, dass jemand in der Gemeinde ist mit einer bestimmten Not oder einer bestimmten Krankheit. Es kann dann ganz spezifisch für dieses Anliegen gebetet werden. Diese Gabe ist auch sehr nützlich in der Seelsorge, wenn der Geist die Hintergründe einer Situation zeigen kann und dadurch eine Lösung gefunden wird. Manchmal ist das Anliegen, mit dem jemand in die Seelsorge kommt, nur das Vordergründige. Die eigentliche Ursache der Not ist manchmal auch dem Hilfesuchenden nicht bewusst. Durch ein Wort der Erkenntnis kann der Geist die Dinge aufdecken und Hilfe schenken.

  Ich möchte noch zwei Beispiele aus der Schrift aufführen, wo Worte der Erkenntnis ausgesprochen wurden:

  In Johannes 4 lesen wir die Geschichte von Jesus im Gespräch mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Diese Frau merkte, dass Jesus ein besonderer Mensch war und tat Ihm ihr Verlangen kund nach dem lebendigen Wasser. Durch ein Wort der Erkenntnis offenbarte Jesus ihre Not und sie widersprach dieser Ermahnung nicht.

Joh.4.18: „Du hast recht gesagt. Ich habe keinen Mann; denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin hast du wahr geredet.“

  Die Verse 39–42 zeigen uns die Frucht dieser Unterredung und dieser Erkenntnisrede: Aus jener Stadt aber wurden viele von den Samaritern an Ihn gläubig infolge der Versicherung der Frau: „Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.“ Die Menschen kamen dann selbst zu Jesus und dazu heisst es: „Da wurden noch viel mehr Leute infolge Seiner Predigt gläubig.“

Apostelgeschichte 8 zeigt uns ein weiteres Beispiel, wie ein „Wort der Erkenntnis“ praktische Anwendung findet. Durch den Dienst des Evangelisten Philippus war in Samaria eine grosse Erweckung ausgebrochen. Gewaltige Zeichen und Wunder geschahen und Dämonen fuhren aus mit lautem Geschrei. Auch der Zauberer Simon wurde gläubig und liess sich taufen. Als dann die Apostel Petrus und Johannes den Menschen die Hände auflegten, empfingen sie den Heiligen Geist. Als Simon das sah, begehrte er auch diese apostolische Vollmacht und bot ihnen sogar Geld dafür an. Petrus aber redete durch ein Wort der Erkenntnis zu ihm indem er sagte:

Apg.8.23: „Denn ich sehe, dass du in „Galle der Bitterkeit“ und in „Bande der Ungerechtigkeit“ geraten bist.“

  Er gab ihm den Rat, Busse zu tun und den Herrn um Vergebung zu bitten. Durch dieses „Wort der Erkenntnis“ wurde verhindert, dass Satan in der Person von Simon Einfluss in der Gemeinde von Samaria nehmen konnte.

  Ich möchte auch hierzu die Anmerkung aus der Mülheimer Übersetzung zitieren: „Die Gabe der Erkenntnisrede ist wohl mehr die Gabe des Evangelisten, davon zu reden, wie wir durch Bekehrung und Wiedergeburt grundlegend und auf nachfolgendem Heiligungsweg immer tiefer zur Erkenntnis Gottes und zur wesenhaften Gemeinschaft mit Gott in Christus kommen können (Joh.17.3).“

  Lasst uns ganz speziell für die Gabe der „Worte der Erkenntnis“ beten und sie entfachen. Sie ist von grossem Nutzen für die Gemeinde und gerade in der Endzeit sehr wichtig.

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