Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Geistesgaben 7: Unterscheidung der Geister

Daniel Schenk

 

1.Kor 12.10: „Einem anderen die Unterscheidung der Geister.“

  „Unterscheidung der Geister“ als Geistesgabe ist nur in dieser Schriftstelle erwähnt. Dass wir die Geister prüfen sollen, lesen wir aber in verschiedenen Bibelworten.

1.Joh.4.1: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.“

Luk.21.4: „Er aber antwortete: Hütet euch, damit ihr nicht irregeführt werdet!“

  Die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ ist nur eine Art, die Geister zu prüfen. Es gibt noch andere Möglichkeiten. Die wichtigste davon ist, dass wir die Aussagen oder Wirkungen anhand des Wortes Gottes prüfen. Was nicht mit der Bibel übereinstimmt, kommt nicht vom Geist Gottes. Dass der Umgang und das Vertraut sein mit dem Wort Gottes uns ganz allgemein zum Beurteilen befähigt, sagt uns die folgende Schriftstelle:

Hebr.5.14: „Für Gereifte dagegen ist die feste Nahrung, die infolge ihrer Gewöhnung ein geübtes Empfindungsvermögen haben, um Treffliches wie auch Übles zu unterscheiden.“

  Von den gläubig gewordenen Juden zu Beröa schreibt Lukas folgendes:

Apg.17.11: „Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte.“

  Jesus hat in Joh.16.13+14 klar definiert, an was wir den Heiligen Geist erkennen können und was er tun wird. Folgende Merkmale sind aufgezählt:

  • Er wird euch in alle Wahrheit leiten.
  • Er wird nicht von sich selbst aus sprechen, sondern das, was Er von Gott dem Vater und von Jesus Christus hört.
  • Das Kommende wird Er euch verkündigen.
  • Er wird Mich (Jesus) verherrlichen.
  • Von Meinem (Jesu) Eigentum wird Er nehmen und es euch verkündigen.

Weitere, klare Prüfpunkte lesen wir in:

1.Joh.4.2+3: „Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: „Jesus ist der im Fleisch gekommene Christus“, der ist aus Gott; und jeder Geist, der Jesus nicht so bekennt, der ist nicht von Gott.“

  Generell kann man auch sagen: Dinge, die uns belasten und bedrücken, stammen nicht vom Geist Gottes. Der Heilige Geist macht uns froh und frei, vorausgesetzt natürlich, dass wir gehorsam sind und uns von Ihm leiten lassen.

  Die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ ist Einzelnen in der Gemeinde gegeben, damit sie gewissermassen ein „Wächteramt“ ausüben und rechtzeitig vor falschen Einflüssen warnen können. Ich habe die Wirkung dieser Gabe auch in der Seelsorge beobachtet. Wenn der Seelsorger weiss, mit was für einem Geist er es zu tun hat, ist es eine grosse Hilfe, insbesondere für den Befreiungsdienst. In geringem Masse habe ich diese Gabe in der Weise erlebt, dass mir bereits beim Entnehmen der Post aus dem Briefkasten gezeigt wurde, ob der Inhalt eines Briefumschlages gut oder schlecht sei. Ich weiss aber, dass es Menschen gibt, die dies in ausgeprägter Weise haben.

  Wir dürfen die Gabe der „Unterscheidung der Geister“ nicht verwechseln mit persönlicher Ablehnung oder Widerstand gegen Menschen. Die Gabe können wir auch nur zuverlässig anwenden, wenn wir völlig in der Liebe stehen, sonst spielen menschliche Gefühle hinein und man verliert das geistliche Unterscheidungsvermögen. Bruder Fritz Schneider hat uns oft folgendes gesagt: „Wir haben die Gabe der Unterscheidung der Geister nicht, um andere blosszustellen, sondern um zu wissen, auf welche Weise wir ihnen helfen können.“

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