Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Gleichgestaltet Seinem Bilde

Daniel Schenk

 

Ist uns das überhaupt verheissen?

Ist es nicht eine Anmassung, wenn wir der Erwartung Ausdruck geben, dass wir einst Seinem Bilde gleich sein werden? Ist das im Plan Gottes vorgesehen und haben wir biblischen Grund unter den Füssen, wenn wir so etwas sagen? Ich möchte dazu nachstehend einige Schriftstellen aufführen, in denen uns dies verheissen ist:

Rö.8.29: „Denn die Er zuvor erkannte, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Bilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.“

2. Kor.3.18: „Wir alle aber, mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn widerspiegelnd, werden in dasselbe Bild umgestaltet von Herrlichkeit zu Herrlichkeit wie von des Herrn lebendig machendem Geist.“

Phil.3.20+21: „Unser Bürgertum jedoch ist in den Himmeln, woher wir auch den Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, der den Körper unserer Erniedrigung umwandeln wird, um dem Körper Seiner Herrlichkeit gleichgestaltet zu werden.“

1. Joh.3.2: „Geliebte, nun sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir, wenn Er offenbart wird, Ihm gleich sein werden, da wir Ihn sehen werden, wie Er ist.“

  Diese Schriftstellen reden klar genug, um in uns die Erwartung der Verwandlung in Sein Bild zu bestätigen. Nicht wegen unserer Person werden wir Sein Bild tragen, sondern wegen Ihm. Wir sollen ja Ihm entsprechen, denn Er akzeptiert uns als Seine Brüder. Aber auch um unserer zukünftigen Verwaltungsaufgaben willen werden wir Seine Herrlichkeit tragen, denn die Überwinder werden mit Ihm auf Seinem Thron sitzen.

Off.3.21: „Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“

 

Welche Voraussetzungen nennt die Schrift, um Ihm einst gleichgestaltet zu werden?

Eine Voraussetzung, die unbedingt erfüllt sein muss, ist das Mitgestorbensein. Das bedeutet nicht nur dass wir getauft sind, sondern dass wir unser altes Ich- und Sündenleben in den Tod gegeben haben und täglich kreuzigen.

Rö.6.5: „Denn wenn wir mit Ihm zur Gleichgestaltung mit Seinem Tod zusammengepflanzt wurden, werden wir es doch auch hinsichtlich der Auferstehung sein: dies erkennend, dass unsere alte Menschheit zusammen mit Ihm gekreuzigt wurde, damit der Körper der Sünde unwirksam gemacht werde und wir nicht mehr der Sünde versklavt sind.“ 

  Eine weitere Voraussetzung ist die Vorherbestimmung Gottes, ohne diese hätten wir nie Zugang zu solch einem herrlichen Stand. Wir könnten uns noch so sehr anstrengen, wir würden es nie erlangen. Es ist lauter Gnade! 

Rö.8.29: „Denn die Er zuvor erkannte, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Bilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.“

 

Die nächste Schriftstelle nennt weitere Voraussetzungen:

  • Enthülltes Angesicht, nicht mehr unter der Decke des Gesetzes lebend.
  • Die Herrlichkeit des Herrn widerspiegelnd, Sein Leben wird an uns sichtbar, es geschieht Heiligung und Verwandlung von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

2. Kor.3.18: „Wir alle aber, mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn widerspiegelnd, werden in dasselbe Bild umgestaltet von Herrlichkeit zu Herrlichkeit wie von des Herrn lebendigmachendem Geist.“

 

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die grosse Liebe des Vaters.
  • Wiedergeboren, das heisst, ein Kind Gottes sein.
  • Nicht mehr die Welt liebend und von der Welt nicht mehr angezogen und anerkannt. Wir wollen auch dazu ein „Ja“ haben.

1. Joh.3.1: „Seht was für eine Liebe hat uns der Vater gegeben, dass wir Gottes Kinder heissen sollen, und wir sind es! Deshalb kennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.“

 

Weitere Voraussetzungen nennt Paulus in Phil. 3:

  • Das Himmlische Bürgerrecht besitzen, dieses erlangt man nur durch die Wiedergeburt.
  • Die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus erwarten.
  • Mit dem Heiligen Geist getauft und erfüllt sein, durch den die Verwandlung geschieht.

Phil.3.20: „Unser Bürgertum jedoch ist in den Himmeln, woher wir auch den Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, der den Körper unserer Erniedrigung umwandeln wird, um dem Körper Seiner Herrlichkeit gleichgestaltet zu werden, gemäss der Wirkungskraft, die Ihn befähigt, auch Sich das All unterzuordnen.“

  Einige Schriftstellen sind unter verschiedenen Überschriften zweimal aufgeführt. Dafür möchte ich nicht um Entschuldigung bitten, denn man kann solch wichtige Schriftstellen gar nicht zu viel betonen und hervorheben.

 

Das Ziel erkannt! Wie geht es weiter?

Wenn wir wirklich erkannt haben, welch herrlichen Plan Gott mit unserem Leben hat, dann wird das seine Auswirkung auf unsere ganze Lebensführung haben. Wir sind jetzt Nachfolger von Jesus Christus geworden und sind bestrebt, mit Ihm den ganzen Weg zu gehen. Die Heiligung ist uns ein grosses Anliegen und wir trachten danach, in Ihm zu bleiben und so allezeit für Seine Wiederkunft bereit zu sein. Wir reinigen uns und erhalten uns rein wie es der Apostel Johannes in diesem Zusammenhang schreibt:

 1.Joh.3.3: „Und jeder, der diese Erwartung auf Ihn hat, der läutert sich selbst, so wie jener lauter ist.“

  In Phil.3.12-17 lässt Paulus uns wissen, wie er selbst seine Prioritäten im Leben setzt und ruft alle, die zielbewusst sind, auf, seinem Vorbild zu folgen. Folgende, wichtige Punkte möchte ich aus diesen Versen hervorheben:

• Nachjagen, um das zu ergreifen, wozu wir von Christus Jesus ergriffen worden sind. Das bedeutet, sich nicht aufhalten und versäumen zu lassen. Wer Ihm nachjagt, entflieht damit automatisch dem Teufel und der Welt.

  • Vergessen was hinter uns liegt; das heisst auch, sich selbst und anderen vergeben und die Dinge nicht immer wieder neu aufzurollen.
  • Ausstrecken nach dem, was vor uns liegt.
  • Das Ziel im Auge haben und so dem himmlischen Siegespreis nachjagen.
  • Als Zielbewusste und Gereifte sollen auch wir alle unseren Sinn auf diese Dinge gerichtet halten.
  • Gleichgesinnt sein. Nicht um Worte streiten, sondern da, wo man verschieden gesinnt ist, sich von Gott Offenbarung schenken lassen. Wenn man anfängt, sich um Nebenfragen zu streiten, verliert man leicht die wesentlichen Dinge, in denen man sich ja einig ist, aus den Augen.

 

Die richtigen Vorbilder nehmen.

Folgt meinem Vorbild und achtet auf die, die so wandeln wie wir, so ruft Paulus die Philipper auf. Wenn wir falsche Vorbilder nehmen, werden wir irregeleitet.

Joh.3.11: „Geliebter, ahme nicht das Üble nach, sondern das Gute.“

   Möge es dem Herrn gelingen, Sein gutes Werk in uns allen bis zum Tag Seiner Wiederkunft zum Abschluss zu bringen.

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