Geistesfrucht 3: Friede
Daniel Schenk
Gal. 5.22: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Güte, Treue (Glaube), Sanftmut, Enthaltsamkeit.“
Gott ist ein „Gott des Friedens“, Er legte den Frieden auch in die Schöpfung.
1.Mose 1.31: „Gott sah alles was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“
Durch den Sündenfall verlor die Schöpfung den Frieden. Doch Jesus kam in die Welt, um uns den Frieden wieder zu bringen. Die Engel verkündeten bei Seiner Geburt:
Luk.2.14: „Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden“.
Durch das Opfer Jesu ist Gott mit den Menschen und mit der Schöpfung ausgesöhnt.
2.Kor.5.18: „Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus.“
2.Kor.5.19: „Gott war in Christus und hat die Welt mit sich selbst versöhnt.“
Eph.2.16: „Die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat. Er kam und hat Frieden verkündigt.“
Kol.1.20: „Durch ihn alles mit sich zu versöhnen indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes.“
Gott lässt nun die Menschen bitten, diese Versöhnung anzunehmen.
2.Kor.5.20: „Indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: lasst euch versöhnen mit Gott.“
Gott hat die Grundlage für den Frieden längst hergestellt durch seinen Sohn Jesus Christus und durch das Opfer von Golgatha. Wer jedoch an der Sünde festhält, hat keinen Anteil an diesem Frieden.
Frieden mit Gott:
Wenn ein Mensch zum Glauben kommt und wiedergeboren wird, erlangt er „Frieden mit Gott“.
Rö.5.1: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“
Der Friede Gottes:
Ein gläubiger Mensch kann durch Bekehrung und Wiedergeburt den „Frieden mit Gott“ erlangt haben, aber trotzdem den „Frieden Gottes“ als Geistesfrucht noch nicht besitzen. Dieser Friede fliesst durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist in uns hinein. Wenn wir im Geiste leben, hält dieser Zustand an und nimmt beständig zu. Die Schrift redet von „Friede wie ein Strom“ bei denen, die auf das Reden Gottes achten.
Jes.48.18: „Hättest du doch auf meine Gebote geachtet. Dann wäre wie der Strom dein Friede gewesen und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres.“
Durch das Achten auf das Wort Gottes (Gehorsam) empfängt man Frieden und durch den Frieden werden Herz und Sinn in Christus Jesus bewahrt. In diesen Zustand hinein kann Gott mit uns reden.
Phil.4.7: „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“
Wir haben uns schon oft angestrengt, unsere Gedanken in Christus zu bewahren. und doch sind sie uns immer wieder durchgebrannt, selbst dann, wenn wir beten oder die Bibel lesen wollten. Wir müssen bewusst den Frieden anziehen, dann fällt alles von uns ab, was uns hindern will, in Gottes Gegenwart zu treten. Wenn uns Gedanken bewegen, bei denen der Friede von uns weicht, sollten wir sie ablegen, auch wenn sie unserer Vernunft gut erscheinen. Der Friede Gottes soll der „Schiedsrichter“ in unseren Herzen sein und ihm wollen wir auch unsere Vernunft unterstellen.
Ungehorsam bringt den Feind auf den Plan und raubt den Frieden. Wo kein Friede ist, wird alles zerstört, das vernehmen wir täglich in den Nachrichten aus den Ländern, in denen Krieg herrscht. Genauso verhält es sich auch im geistlichen Bereich. Wenn der Friede Gottes nicht in uns wohnt, müssen wir uns nicht wundern, wenn keine Erbauung geschieht und nichts gedeiht. Wenn wir den Frieden haben, können wir ihn an unsere Mitmenschen und Glaubensgeschwister weitergeben. Jesus sagt in den Seligpreisungen folgendes:
Matth.5.9: „Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heissen.“
Matth.10.13: „Und wenn nun das Haus würdig ist, so kommt euer Friede darauf.“
Wenn wir den Frieden nicht haben, bringen wir Unruhe und negative Dinge mit uns, selbst bis in die Gemeinde hinein. Unser Reden wird Unfriede wirken, ob wir das wollen oder nicht, wir säen das, was wir in uns haben. Die Ermahnung des Apostels Paulus ist deshalb sehr ernst zu nehmen:
Eph.4.3: „Befleissigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“
Was bedeutet das Wort „Friede“?
Hebräisch „Schalom“ = Wohlbefinden, äusseres und geistliches Gedeihen.
Griechisch „eiraeane“ = Seelenfriede, Friede unter den Menschen und auch Friede zwischen Gott und Mensch. Es enthält auch den Sinn von Ruhe.
Wie erlebt man diesen Frieden?
Man fühlt sich nicht bedroht und bedroht auch niemanden. Es ist ein Zustand der inneren Ruhe. Man ist mit Gott und mit allen Menschen, ja auch mit sich selbst und den Lebensumständen ausgesöhnt. Das Hadern hat aufgehört.
Gott will nicht, dass wir uns ängstigen und in innerer Unruhe leben. Durch das Achten auf das Wort (Logos) und auf das persönliche Reden Gottes zu uns (Rhema) empfangen wir Frieden, auch dann, wenn wir noch ungelöste Probleme sehen. Alle unsere Angelegenheiten legen wir in die starke Hand Gottes und wissen, dass er sich nie verspätet.
In 2.Mose 14 lesen wir vom Auszug der Israeliten aus Ägypten. Da war vor ihnen das Schilfmeer und hinter ihnen die ägyptische Streitmacht, also eine ausweglose Lage. Das Volk wurde verzagt, sie schrien zu Gott und klagten zugleich Mose an. Wie schnell wird man doch in solchen Situationen von Unruhe und Unfriede beeinflusst und angesteckt. Mose schrie seinerseits zum Herrn und verzögerte den Aufbruch. Der Herr musste ihn zurechtweisen: „Was schreist du zu mir? Befiehl den Söhnen Israel, dass sie aufbrechen!“ (2.Mose 14+15). Wir können voll Unruhe und Unfrieden in einer Situation zum Herrn schreien und nichts verändert sich. Wenn wir aber den Frieden Gottes in uns haben, vernehmen wir sein Reden und er gibt uns Leitung.
Paulus schreibt in Eph.2.17+18: „Und er (Christus Jesus) kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.“ Als Grund für diesen Frieden gibt er folgendes an: „Denn durch Ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater“.
Der Heilige Geist führt uns in die Gegenwart Gottes und dort herrscht Friede weil Er der „Gott des Friedens“ ist.
Folgende Schriftstellen bezeichnen Ihn als „Gott des Friedens“: Rö.15.33; 16.20; 1.Kor.14.33; 2.Kor.13.11; Eph.2.14; Phil.4.9; 1..Thess.5.23; 2.Thess.3.16; Hebr.13.20.
Ich möchte alle Leser grüssen mit den „Friedenswünschen“ der Apostel, die wir in folgenden Schriftstellen finden: 1.Kor.1.3; 2.Kor.1.2; Gal.1.3; Eph.1.2; Phil.1.2; Kol.1.2; 1.Thess.1.1; 2.Thess.1.2; 1.Tim.1.2; 2.Tim.1.2; Tit.1.4; Philem.3; 1.Petr.1.2; 2.Joh.3.