Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Von Gott dem Vater geliebt

Daniel Schenk

Joh.17.23: „Ich in Ihnen und Du in Mir, damit sie zur Einheit hin vollendet werden und damit die Welt erkenne, dass Du mich ausgesandt hast und sie liebst, so wie Du Mich liebst.“

   Dies ist ein Wort aus dem „Hohepriesterlichen Gebet“ unseres Herrn Jesus Christus. Er redet in diesem Zusammenhang von der Herrlichkeit, die der Vater Ihm gegeben hat und sagt, dass Er diese Herrlichkeit an die Seinen weitergegeben hat. Daran sollen wir erkennen, dass der Vater uns genau so liebt, wie Er den Sohn liebt. Diese Aussage überwältigt uns. Können wir das verstehen? Glauben wir, dass der himmlische Vater den Sohn unaussprechlich liebt? Begreifen wir, dass Er uns genauso liebt? Das ist es, was Jesus uns in diesem Wort sagt. Der Vater liebt uns, so wie Er den Sohn liebt!


Wir sollen uns geliebt wissen

Es ist überaus wichtig, dass wir uns geliebt wissen. Dies schenkt uns vertrauen und hilft uns, dass wir glauben können. Liebe ist die höchste Form der Annahme. Sie ist das Gegenteil von Hass, welcher ein Höchstmass an Ablehnung bedeutet. Als natürliche Menschen haben wir gehasst, so sagt es Paulus in

Tit.3.3+4: „Denn einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mancherlei Begierden und Lüsten, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhasst, einander hassend.  Als aber die Güte und Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete Er uns.“

   Gott begegnete uns in Seiner Liebe und Freundlichkeit, dies, obschon wir Ihn gehasst haben. Eines Tages konnten wir dieser Freundlichkeit nicht mehr widerstehen und haben unsere Herzen für Ihn geöffnet. Welch ein Strom von Liebe und Annahme floss dann in unser Leben hinein, viel mächtiger, als wir es uns je vorstellen konnten. O, öffnen wir Ihm doch unsere Herzen völlig, Er möchte uns noch viel mehr schenken und sein, als wir bis jetzt angenommen haben. Durch unsere Erfahrungen mit den Menschen haben wir uns angewöhnt, misstrauisch zu sein. Wie leicht übertragen wir dieses Misstrauen dann auch auf unseren Himmlischen Vater und nehmen diese Haltung auch Ihm gegenüber ein. Wie unrecht tun wir Ihm doch, wenn wir Seiner Liebe Misstrauen entgegenbringen und uns dagegen abschirmen. Lasst uns darüber Busse tun, ich tue es jetzt, während ich diese Zeilen schreibe. Vater, ich habe Dir oft zuwenig vertraut und bin mir Deiner Liebe oft viel zu wenig bewusst gewesen. Ich habe Dich dadurch oft betrübt, es tut mir leid. Vater, ich möchte Dir völlig vertrauen und mich Deiner Liebe ganz öffnen und hingeben.


Der grösste Verlust

Als Gott den Menschen schuf, machte Er ihn nach Seinem Bilde. Er wollte mit ihm Gemeinschaft haben und Er hat ihm auch die Verwaltung der Schöpfung übertragen. Dies war ein gewaltiger Beweis von Liebe und Vertrauen von Gott gegenüber dem Menschen, den Er geschaffen hatte. Durch den Sündenfall zerbrach die Annahme, denn Sünde trennt von Gott. Die Menschen versteckten sich vor Gott und mussten sich auch voreinander verhüllen, denn die Herrlichkeit war von ihnen gewichen. An Stelle von Annahme kamen Angst, Hass und Eifersucht; Kain erschlug seinen Bruder Abel. Diese Tragödie hat sich fortgesetzt bis auf den heutigen Tag.


Erwarte nicht Liebe von Menschen, sondern liebe

Oft suchen wir die Liebe am falschen Ort, haben Vorstellungen wie sie sein sollte und erleben dann Enttäuschungen. Erwarte nicht, dass dich die Menschen lieben, sondern fange an, liebe zu säen, dann wirst du Liebe ernten. Das Schriftwort aus Gal.6.7; „was ein Mensch sät, wird er auch ernten“, trifft auch auf dieses Gebiet zu. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir Gott den Vater auch in Seinen Kindern und Söhnen lieben sollen; und Jesus Christus, der unser Herr und Haupt ist, auch in Seinen Gliedern lieben können. Die Ihn lieben, haben keinen Mangel, ja es sind Ihnen sehr viele und wunderbare Verheissungen gegeben. Ich denke dabei auch an die bekannte Stelle aus

Rö.8.28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.“

   Eine weitere, wunderbare Zusage hat Jesus ausgesprochen in

Joh.14.21: „Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und ich werde ihn lieben und mich selbst Ihm offenbaren.“


Liebeserklärungen Gottes

Nachstehend sind noch einige Schriftstellen aufgeführt, welche die Liebe Gottes zu uns bezeugen. Lasst uns diese betend lesen und Ihm dann die Antwort geben:

Rö.1.7: „Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen in Rom (unter allen Nationen).“

Rö.9.25: „Ich will das mein Volk nennen, was nicht mein Volk war, und Geliebte, die nicht die Geliebte war.“

Eph.2.4: „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr errettet!“

Eph.5.1+2: „Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! Und wandelt in Liebe, wie auch Christus euch geliebt.“

Kol.3.12: „Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte; herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut.“

2.Thess.2.16: „Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat, tröste eure Herzen und befestige sie in jedem guten Werk und Wort.“

1.Joh.3.1: „Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heissen sollen! Und wir sind es.“

1.Joh.4.11: „Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.“

   Alle diese Zusagen sollten uns genügen, dass wir in unsrem ganzen Leben nie mehr an der Liebe Gottes zweifeln.


Die Liebe Gottes lässt sich nicht verdienen, sie ist Gnade

Der Teufel, der Widersacher Gottes geht ständig umher und sucht uns zu belügen. Besonders dann, wenn unsere Leistungen nicht so glänzend waren oder wenn uns ein Fehler unterlaufen ist. Da kommt sofort die Einflüsterung: „Jetzt liebt dich Gott nicht mehr!“ Gerade, als ob sich die Liebe Gottes verdienen liesse. Hat Er uns denn nicht schon geliebt, als wir noch Sünder waren?

Rö.5.8 : „Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

   Sagt uns Jesus nicht in

Joh.3.16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

   Die Vaterliebe Gottes lässt sich nicht verdienen, wir können sie nur dankbar annehmen und erwidern gemäss dem Wort aus 

  1. Joh.4.19: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“

   Diese Liebe zu besitzen heisst nicht besondere Gefühle zu haben, sondern den klaren Aussagen der Schrift zu glauben und zu vertrauen. Geschwister, Ihr seid Geliebte Gottes, glaubt es und dankt Ihm dafür!

(Nov. 1998)

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