Bibel-Themen

eine Sammlung von Beiträgen zu biblischen Themen

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Wir erwarten neue Himmel und eine neue Erde

2. Petrus 3.13

Daniel Schenk 


Was ist das Schicksal der jetzigen Himmel und Erde?

   Wenn es neue Himmel und eine neue Erde geben wird, müssen die jetzigen zwangläufig vergehen. Wir wollen ein paar Schriftstellen betrachten, die darüber reden:

2.Petr.3.7: „Die jetzigen Himmel und die jetzige Erde aber sind durch dasselbe Wort aufbewahrt und für das Feuer aufgehoben zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“  

2.Petr.3.10-12: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müsst ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden!“

Hebr.1.10-11: „Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände; sie werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Kleid, und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Kleid, und sie werden verwandelt werden.“

Matth.24.35: „Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen.“  

Ps.102.26+27: „Du hast einst die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden umkommen, du aber bleibst. Sie alle werden zerfallen wie ein Kleid; wie ein Gewand wechselst du sie, und sie werden verwandelt.“  

Jes.51.6: „Erhebt zum Himmel eure Augen und blickt auf die Erde unten! Denn die Himmel werden wie Rauch zerfetzt werden, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Mücken.“

Off.20.11: „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden.“

   Bei den aufgeführten Schriftstellen handelt es sich um Aussagen von Gottesmännern aus verschiedenen Zeitepochen einschliesslich Jesus Christus selbst. Sie stimmen in ihren Aussagen darin überein, dass:

  1. Himmel und Erde sich auflösen werden.
  2. Dies unter gewaltigem Getöse und mit grosser Hitze geschieht.
  3. Es sich um ein Gericht handelt.

   Ganz sicher wird der Thron Gottes von dieser Erschütterung nicht betroffen sein. Die Stätte, wo der Vater thront und wo auch Jesus Christus sich aufhält, befindet sich hoch erhaben über alle Himmel Eph.4.10; Hebr.7.26. Zudem steht in Hebr.1.8: „Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit.“  Es sind die niedrigeren und vor allem der sichtbare Himmel, die sich auf diese Weise auflösen werden. Es sind die Bereiche der Himmelswelt, in denen sich Satan und seine Engel jetzt noch aufhalten und von wo aus sie wirken. Für sie wird es keinen Raum mehr geben im ganzen All ausser im Feuersee. Off.20.10.


Zu welchem Zeitpunkt wird dieses Ereignis eintreffen? 

   Petrus nennt den Zeitpunkt, an dem Himmel und Erde vergehen werden, den „Tag Gottes“ und auch den „Tag des Gerichts“. Bei diesem Tag handelt es sich nicht um den Tag der Entrückung der Gemeinde, auch nicht um das zweite Kommen von Jesus, wenn er Israel erretten und das Tausendjährige Reich aufrichten wird. Es handelt sich um den Tag des grossen Gerichts am Ende des Tausendjährigen Reiches. Die Prophetie in Offenbarung 20.11 stellt dieses Ereignis klar in den Zusammenhang des Endgerichtes, denn Johannes schreibt vom grossen weissen Thron. In Vers 10 steht, dass Satan und der falsche Prophet in den Feuersee geworfen werden und in Vers 12 lesen wir, dass die Menschen vor dem Richterstuhl stehen und dass Bücher aufgetan werden.


Was sagt die Bibel über die neuen Himmel und die neue Erde?

    Es dürfte wohl kaum einen Gläubigen geben, den dieses Thema nicht interessiert, denn schliesslich werden wir die Ewigkeit dort verbringen. Das Allermeiste ist ja noch ein Geheimnis und würde sowieso unsere Vorstellungskraft übersteigen. Wir werden in der Ewigkeit ja noch genügend Zeit haben, um diese neuen Dimensionen zu entdecken. Trotzdem wollen wir schauen, was uns die Bibel bereits darüber verrät:

2.Petr.3.13: „Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“

   Gerechtigkeit ist ein Schlüsselwort in dieser Schriftstelle. Wie viele Menschen leiden doch unter all der Ungerechtigkeit, die in dieser Welt vorhanden ist und täglich geschieht. Oft wird Gott dafür angeschuldigt, als ob Er dafür verantwortlich wäre. Die Menschen bedenken nicht, dass es Satan ist, dem die ersten Menschen im Paradies die Türe geöffnet haben und der sie nun schrecklich beherrscht. Sein Einfluss wird dort nicht mehr sein und deshalb wird es auch keine Ungerechtigkeit mehr geben.

Jes.65.17: „Denn siehe, ich schaffe* einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen. Vielmehr freut euch und frohlockt allezeit über das, was ich schaffe*!“

   Das hebräische Wort, das in dieser Bibelstelle zweimal mit „schaffe“* übersetzt wird, ist das gleiche Wort, mit dem in 1.Mose 1 der Schöpfungsakt beschrieben wird. Dieses Wort wird in der Bibel nur für den Gott Israels gebraucht, nie für das, was Menschen oder andere Göttern machen. Es wird somit ein neuer Schöpfungsakt Gottes von Himmel und Erde sein wie am Anfang. Das bedeutet, dass alles „sehr gut“ sein wird. Die Aussagen von Jesaja, dass man an das Frühere nicht mehr denken wird und dass man sich freuen und frohlocken wird, weist auf etwas ganz Herrliches hin. Wir haben wirklich Grund, uns darauf zu freuen.

Jes.66.22: „Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht der HERR, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen.“

   Diese Schriftstelle sagt uns, dass die neuen Himmel und die neue Erde Bestand haben und nie mehr vergehen werden.

   Auch die nächste Bibelstelle aus der Offenbarung beschreibt die herrlichen Zustände, die in dieser Zeit herrschen werden. Dazu kann ich nur sagen: Wir wollen alles daransetzen, dass uns diese Hoffnung nicht geraubt wird. Gegenüber dieser Herrlichkeit ist doch alles, was uns diese Welt an Freuden zu bieten hat, nur Dreck.

Off.21.1: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.“


Welche Konsequenz hat diese Erkenntnis für unser Leben?

2.Petr.3.11: „Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müsst ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt.“

   Heiliger Wandel und Gottseligkeit sind die Stichworte, die Petrus in diesem Zusammenhang braucht. Die Heiligung darf nicht vernachlässigt werden, wie das heute leider bei vielen Christen der Fall ist. Wir sollen uns nicht der Welt anpassen, sondern in der Erwartung der zukünftigen Dinge leben. Das nächste Ereignis ist die Entrückung, dafür sollen unsere Herzen brennen. Bruder Hal Oxley hat uns kürzlich in Bern aufgrund seiner weltweiten Erfahrung mit folgenden Worten sehr eindringlich aufgerufen: „Es ist Endzeit, und die Mehrzahl der Christen ist nicht bereit für die Wiederkunft Jesu.“ Viele nehmen es mit der Nachfolge nicht ernst und fühlen sich dabei sehr wohl in dieser Welt. Wir wollen uns aufwecken lassen, es ist Mitternacht!

2.Petr.3.14: „Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, befleißigt euch, unbefleckt und tadellos von ihm im Frieden befunden zu werden!  

   Auch die nachstehenden Worte aus dem Hebräerbrief reden von diesem Thema und ermahnen uns zur Gottesfurcht:

Hebr.12. 26-29: „Dessen Stimme erschütterte damals die Erde; jetzt aber hat er verheißen und gesagt: „Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel.“ Aber das „noch einmal“ deutet die Verwandlung der Dinge an, die als geschaffene erschüttert werden, damit die unerschütterlichen bleiben. Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht! Denn auch unser Gott „ist ein verzehrendes Feuer.“

   Festzustehen und in der Gnade und Erkenntnis  unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus zu wachsen, dazu ruft Petrus seine Leser am Schluss seiner Ausführungen zu diesem Thema auf. Mit seinen Worten möchte auch ich alle Leser zur Standhaftigkeit und zum Streben nach geistlichem Wachstum ermutigen. Mögen einst alle dort sein und die Herrlichkeit der neuen Himmel und der neuen Erde geniessen. Gott segne euch!

2.Petr.3.17+18: „Da ihr, Geliebte, es nun vorher wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrwahn der Ruchlosen mitfortgerissen werdet und aus eurer eigenen Festigkeit fallt! Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus! Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit!“

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